Mittwoch, 17. Februar 2021

Lieber Herr Berset. Jetzt haben Sie wieder mal Klartext gesprochen – unter Ihrer Maske. Läden gehen auf, wir dürfen wieder Strumpfhosen kaufen und nicht nur Schrauben und Akkubohrer wie bis anhin. Yeah! Buchhandlungen öffnen, Gott sei Dank, das ist für mich ja die beste Nachricht. Und Museen! Bibliotheken! Und die unter 18jährigen, denen die Decke auf den Kopf fällt, die dürfen sich wieder zu Fünfzehnt am Bahnhof Stadelhofen treffen, um sportlichen und kulturellen Anlässen nachzugehen. Na, dann Prost! Diejenigen, die über 18 sind, denen macht ja zum Glück die ganze Situation nichts aus, ihnen mangelts an nichts. Ha ha, wir haben übrigens einen 21jährigen daheim, ich schick ihn gerne ein paar Tage zu Ihnen nach Hause, cher Monsieur Berset. Uns Alten fehlt im Prinzip ja einzig der Gang zum Lieblings-Restaurant. Doch bis dieses öffnen darf, braucht es nur eine Impfquote, die mit dem R-Wert multipliziert, durch die Inzidenz dividiert und von den Coronafällen subtrahiert wird, dann noch die Belegung der Intensivbetten hoch die britische Mutationsrate mal Südafrika minus Brasilien. Wurzel Quarantänetage. Das bisschen Stochastik ist doch voll easy, ergibt 1. 4.! April, April!

Donnerstag, 4. Februar 2021

Cher Monsieur Berset. Bis wir genügend Corona-Impfstoffe für die ganze Bevölkerung zur Verfügung haben, bleibt uns ja noch es bitz Zeit, uns ein paar Gedanken zu machen, welche bereits wissenschaftlich belegten Nebenwirkungen uns beeinträchtigen könnten, n’est-ce-pas? Da wäre zum Beispiel die Unfruchtbarkeit, die bereits ab der ersten Impfung eintritt. Für die Risikopatientinnen in den Altersheimen eine schockierende Nachricht und hat viele Bewohnerinnen verunsichert. Doch wie Hedi A. (97) aus der Seniorenresidenz "Lueg-in-Himmel" sagt: Dieses Risiko gehe ich ein! Brisant auch: Beim Impfen werden Zweifel-Chips von Bill Gates unter die Haut gespritzt, die uns dann ständig verängstigen und manipulieren. Die daraus resultierenden Daten werden subito um die Welt geschickt, also das heisst einmal bis zum Ende der Scheibe und wieder zurück. Dort landen sie direkt auf Ihrem Server, cher Monsieur Berset, und Sie haben danach die totale Kontrolle über uns. Aber da Sie und der ganze Bundesrat eh bald durch ausserirdische Echsenmenschen ausgewechselt werden, ist alles halb so schlimm. Il n’y a pas de raison d’avoir peur oder auf deutsch: Sie verteilen ja demnächst für jeden einen Aluhut. Merciviumau!

Freitag, 22. Januar 2021

Lieber Herr Berset. Da fliegt doch kurz vor Weihnachten der 70jährige Milliardär Johann Rupert in seinem Privatjet von Südafrika direkt in die Schweiz, um sich im Thurgau bei einer Testimpfung ein Spritze in den Oberarm setzen zu lassen, die nicht öppa gegen Geldsucht sondern gegen Covid hilft. Durchgeführt wurde die Testserie von der Hirslandengruppe, die zwar nicht dem Thurgau gehört, jedoch Johann Rupert, dem reichsten Mann von Südafrika. Dass ein gutsituierter, älterer Herr aus Südafrika eine Covid-Impfung noch vor vielen anderen Thurgauern und Nicht-Südafrikanern bekommt, ist ja das Eine. Ob der Mann aus Südafrika sich bei der Einreise subito in Quarantäne begeben hat, das Andere. Ich weiss nun gar nicht, wie oft ich SÜDAFRIKA geschrieben habe, lieber Herr Berset, aber sollte Ihnen die Corona-Mutation aus Südafrika Sorgen bereiten, dann äh ja, würde ich sagen, jetzt mir auch. Merciviumau!