War es nicht so, dass wir uns damals nach der weihnachtlichen Völlerei von ausgekochten Cervelathäuten ernährten? Seit aber die Wursthüllen auf pflanzlicher Basis hergestellt werden, boykottiert gar der Hund dieses Mahl. Zum Glück gibts bunte Sonderaktionen, die vom Grossverteiler angeboten werden und dank günstigem Easy-Kredit mit Cumuluspunkten wirkt der Januar nur halb so grau.
Leila Trabelsi, die Ehefrau des gestürzten tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali, hat sich diesen Januar ein wenig anders ausgemalt. Überstürzt hat sie anderthalb Tonnen Gold aus ihrer Bank abgeholt. Nicht leicht das Ganze. Alles in Prada- und Gucci-Rollkoffern verstaut und ab damit durch einen geheimen Tunnel. Jetzt sitzt sie irgendwo mit ihrem Ali Baba bei seinen 40 Freunden in Saudi-Arabien. Im Exil. Auf dem ganzen Gold. Natürlich ist das nicht der einzige Wert, der ihnen geblieben ist. Auf ein paar Schweizer Konti sollen sich weitere Guthaben türmen. Die Vereinigung der Tunesier in der Schweiz hat eine provisorische Einfrierung allfälliger Gelder der Ben Alis gefordert. Bei diesen Temperaturen durchaus machbar.
Auch Cavaliere Silvio hat schon bessere Monate erlebt. Die Affäre Ruby scheint ihm über sein eingepflanztes Kopfhaar zu wachsen. Von einem Komplott seitens der Richter spricht er. Denn diese wollen nicht akzeptieren, dass er im Dezember erneut das Vertrauen des Parlaments erhalten hat. Die Vorwürfe, dass sich eine beträchtliche Anzahl junger Frauen für Papi Silvio prostituiert, weist er als absurd zurück. Er habe niemals für solche Dienste bezahlen müssen. Und zudem sei er längst mit einer jungen Signorina liiert. Die Öffentlichkeit habe er nur deshalb nicht darüber informiert, weil er erst abwarten wollte, bis das hübsche Mädchen volljährig ist. Nun ist seine politische Immunität aufgehoben, gut möglich, dass einige Fälle ins geliftete Auge gehen.
Beschauliches in Monaco: Fürst Albert will seine Verlobte Charlene Wittstock vor den Altar führen. Endlich. Der alte Zauderer. Hat sich wohl gedacht, bevor noch mehr aussereheliche Kinder ans monegassische Tageslicht kommen, ists wohl gescheiter, die schöne Schwimmerin unter die Haube zu bringen und daheim in seinen eigenen vier Palastwänden eine ordentliche Familie aufzubauen.
Nicole Kidman hat die ihrige um ein weiteres Mädchen vergrössert. Eine Leihmutter hat das Kind zur Welt gebracht. Schwangerschaft und Geburt sozusagen outsourced. Wunderbar. Das gibt keine unnötigen Gewichtszunahmen und das Initiieren von Botox schadet dem Ungeborenen tatsächlich nicht. Faith Margaret heisst das Töchterchen, darüber freut sich sein zweieinhalbjähriges Schwesterchen Sunday Rose bestimmt. Und wir uns selbstverständlich ebenfalls. Ob, wo und wann es getauft wird, ist nicht bekannt. Dafür hat Papst Benedikt hingegen schon einundzwanzig Kinder in der Sixtinischen Kapelle taufen dürfen. Allesamt Nachkömmlinge von Angestellten des Vatikans. Wer spricht hier von konservativen Werten des Papstes? Eben. Einzig bei der Namensgebung hat der Pontifex sein Veto eingelegt. Christliche und bitteschön keine Firlefanznamen wie Fifi Trixiebelle, Pixi Frou-Frou, Pepsi-Carola, Poppy-Honey oder Bunny-Holly.
Apropos Bunny: Hugh Hefner will sein Bunny-Imperium wieder in seinen Händen wissen. Und es dem Mutterkonzern der Zeitschrift mit dem Häschen-Logo abkaufen. Stimmen die Aktionäre zu, kann der eine Playboy von der Börse genommen und der andere zum alleinigen Besitzer werden. Für etwa 180 Millionen Dollar und somit zwölf Prozent über Hefners früherem Angebot. Wahrlich kein Schnäppchen. Ein Loch im Januar sogar. Doch als alter Playboy wird er damit umgehen können.
Posts mit dem Label Papst Benedikt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Papst Benedikt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 26. Januar 2011
Dienstag, 7. Dezember 2010
Die Liebe im 2010
Jetzt wo Weihnachten vor der Türe steht, der Silvester ebenfalls schon drängelt, ist es höchste Zeit, einen Blick aufs fast vergangene Jahr zu werfen. Vieles ist passiert, der Platz hier längst nicht ausreichend. So will ich mich nur um die Liebe kümmern. Zuerst zu den Früchten der Liebe: Im Februar entschlüpft der kleine rothaarige Amadeus Benedict Edley Luis Becker seiner Mutter Lilly und macht den Boris Bobele Becker zu einem überaus glücklichen Vater. Sein viertes Kind, daher vier Vornamen. Vor lauter Stolz hat er grad auch zugegeben, dass er seiner eigenen Schönheit ein wenig nachgeholfen habe. Ein Facelifting über sich ergehen liess. Waren nicht die Falten das einzig Interessante in seinem Gesicht? Gianna Nannini ist mit 54 Jahren zum ersten Mal Mutter geworden. Für dieses Früchtchen wurde vermutlich etwas anderes als das Gesicht geliftet. Sandra Boner, unsre Wetterfee, ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Und eine andere Wetterfee, die Cäcile Bähler, ist mal wieder frisch verliebt, gefunkt hat es auf einem gemeinsamen Spaziergang mit dem Hund, nicht Kind. Ebenfalls auf den Hund gekommen ist der Wetterfrosch Kachelmann, seine bizarren Liebesrituale haben ihn bis vors Gericht gebracht.
Zurück zu den schönen Seiten der Liebe. Die Hochzeiten. Am 19. Juni heiratet die schwedische Kronprinzessin Victoria ihre grosse Liebe, den Personal Fitness Trainer Daniel Westling. Sieben Jahre Wartezeit, bis Vater Carl Gustaf seiner ältesten Tochter erlaubte, mit der bürgerlichen Liebe vor den Altar zu treten. Er schliesslich weiss, wie sich eine nicht standesgemässe Ehe anfühlt. Nun aber ist der alte Schwede voll des Lobes für seinen Schwiegersohn: „Ein feiner Herr, der hart und seriös arbeitet“. Fast wie der König selbst. Die Biographie ‚Der widerwillige Monarch’ jedoch zeigt seine dunkle Seite. Von einem Carl Gustaf wird geschrieben, der sich gerne mal ins Sprudelbad setzt. Mit nackten Schönheiten notabene. Und den Frauen mächtig einheizt. Ein echter Schwedenofen. Der Palast inzwischen schweigt beharrlich und wartet erst mal ab, einmal mehr. Apropos warten: Waity-Katie hat auch ganz schön lange ausharren müssen, bis ihr englischer Traumprinz sie endlich gefragt hat. Ob sie, die bürgerliche Arbeitslose, den übernächsten König will. Was für ein Paar! Natürlich hat sie Ja gesagt. Endlich war das Karriereziel erreicht. Hat es sich doch gelohnt, an derselben Uni zu studieren wie Herr Mountbatten-Windsor. Festgelegt sind bereits das Hochzeitsdatum, nämlich der 29. April 2011, und der ungefähre Kostenrahmen: 12 Millionen Euro. Verständlich, dass William am Verlobungsring gespart und den seiner Mutter ausgegraben hat. Katie trug zur Verlobung übrigens ein blaues Kleid wie schon Lady Diana. Das erste Kind, so sind sich die Fastvermählten einig, solle Diana heissen. Hoffen wir, dass es ein Mädchen wird. Und eine katholische Liebesbotschaft zum Schluss: Unser Papst Benedikt erlaubt Kondome! Zwar nur in Ausnahmefällen, aber immerhin. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein grosser für diesen Mann. Und die Bürger des Vatikans werdens ihm danken, zählen sie doch zur Risikogruppe Nummer eins, den zölibatär Lebenden. Glaubt man in Rom auch 2011 noch fest an die unbefleckte Ansteckung. In diesem Sinne: Ein gesegnetes Fest und viel Liebe im neuen Jahr!
Zurück zu den schönen Seiten der Liebe. Die Hochzeiten. Am 19. Juni heiratet die schwedische Kronprinzessin Victoria ihre grosse Liebe, den Personal Fitness Trainer Daniel Westling. Sieben Jahre Wartezeit, bis Vater Carl Gustaf seiner ältesten Tochter erlaubte, mit der bürgerlichen Liebe vor den Altar zu treten. Er schliesslich weiss, wie sich eine nicht standesgemässe Ehe anfühlt. Nun aber ist der alte Schwede voll des Lobes für seinen Schwiegersohn: „Ein feiner Herr, der hart und seriös arbeitet“. Fast wie der König selbst. Die Biographie ‚Der widerwillige Monarch’ jedoch zeigt seine dunkle Seite. Von einem Carl Gustaf wird geschrieben, der sich gerne mal ins Sprudelbad setzt. Mit nackten Schönheiten notabene. Und den Frauen mächtig einheizt. Ein echter Schwedenofen. Der Palast inzwischen schweigt beharrlich und wartet erst mal ab, einmal mehr. Apropos warten: Waity-Katie hat auch ganz schön lange ausharren müssen, bis ihr englischer Traumprinz sie endlich gefragt hat. Ob sie, die bürgerliche Arbeitslose, den übernächsten König will. Was für ein Paar! Natürlich hat sie Ja gesagt. Endlich war das Karriereziel erreicht. Hat es sich doch gelohnt, an derselben Uni zu studieren wie Herr Mountbatten-Windsor. Festgelegt sind bereits das Hochzeitsdatum, nämlich der 29. April 2011, und der ungefähre Kostenrahmen: 12 Millionen Euro. Verständlich, dass William am Verlobungsring gespart und den seiner Mutter ausgegraben hat. Katie trug zur Verlobung übrigens ein blaues Kleid wie schon Lady Diana. Das erste Kind, so sind sich die Fastvermählten einig, solle Diana heissen. Hoffen wir, dass es ein Mädchen wird. Und eine katholische Liebesbotschaft zum Schluss: Unser Papst Benedikt erlaubt Kondome! Zwar nur in Ausnahmefällen, aber immerhin. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein grosser für diesen Mann. Und die Bürger des Vatikans werdens ihm danken, zählen sie doch zur Risikogruppe Nummer eins, den zölibatär Lebenden. Glaubt man in Rom auch 2011 noch fest an die unbefleckte Ansteckung. In diesem Sinne: Ein gesegnetes Fest und viel Liebe im neuen Jahr!
Dienstag, 19. Januar 2010
Absolution für den Tiger
Zum Narren hätten sie ihn gehalten, sagt Tiger Woods, seine Ehefrau Elin und ihre Zwillingsschwester Josefin. Absolut identisch sähen die beiden aus, nie habe er gewusst, auf welche er trifft, wenn er nach einem anstrengenden Golf-Tag heim gekommen ist. Das sei der ausschlaggebende Grund gewesen, Elin ebenfalls ein wenig zu hintergehen. Der Rest ist Geschichte. Nun aber hat Woods die Chance einer Rehabilitation. Sein guter Freund, der amerikanische US-Präsident Barack Obama, hält ihm die Stange und hat in einem Interview mit dem ‚People Magazine’ seine moralische Unterstützung gesprochen: „Ich glaube daran, dass Tigers Ruf wieder vollständig hergestellt wird. Er hat so viel für seinen Sport und das Ansehen der Amerikaner im Ausland getan, dass man ihm die Eskapaden schnell verzeihen wird. Natürlich muss er seine Fehler einsehen und seine Frau und die Öffentlichkeit um Verzeihung bitten.“ Zu toppen ist dies nur noch mit Papst Benedikts Absolution: „Ich spreche dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes!“ Jedoch auch hier muss der Sünder sein Tun bereuen und die ernste Absicht zur Besserung haben. Das ist selbst einem Tiger klar. Er hat sich daher in eine renommierte Privat-Klinik zur Behandlung von Suchtkrankheiten begeben, um sich von seinem unbändigen Sexdrang kurieren zu lassen. Über zwanzig Krankenschwestern sollen ihm dabei Tag und Nacht zur Seite stehen...
Labels:
Barack Obama,
Papst Benedikt,
Tiger Woods
Abonnieren
Posts (Atom)
