Jean-Paul Gaultier schickte zum Finale seiner Haut-Couture-Show das ‚Model of the Moment’ in einem üppigen Hochzeitskleid über den Laufsteg. Unten im applaudierenden Publikum sass des dünnen Kindes Mutter und frohlockte, dass sie in ihrem ganzen Leben nie eine so wunderschöne Braut gesehen hatte. Nun, hätte das Bräutchen das Kleidchen vom Leibchen geschüttelt, ein Bübchen wäre hervorgekommen. Das wusste das Mütterchen natürlich längst und freute sich daher umso mehr, dass ihr Filius Andrej Pejic, 20jährig, mit 1 Meter 83, einem zarten Hüftumfang von 63 Zentimetern (63, da fängt mein Massband erst zu zählen an...), elfenhaften Gesichtszügen, jedermann, bzw. jederfrau die Show stehlen konnte. Weil er als Mann zurzeit eben die schönste Frau ist. Ein kleines Detail, über welches selbst Gaultier sich nicht unentzückt zeigt.
Modisches auch von meiner Lieblingsbündnerin Nadine Vinzens: Am Zurich Film Festival im September schritt sie in einem schwarzen Chanel-Kleid über den roten, bzw. grünen Teppich. Oben Vorhangstoff mit viel Durchblick auf den blickdichten schwarzen BH und unten herum ein volantähnliches Gebilde, als wollte sie ihre schauspielerischen Fähigkeiten beweisen und als Grossmutters Stehlampe auftreten (mit Method Acting, in der Schauspielschule in L.A. geübt und jetzt perfekt umgesetzt, nämlich ein Gefühl hervorrufen, das man mal gehabt hat – in diesem Fall eine Leuchte). Ich dachte mir noch, hoppla, da hat sie sich aber ohne Mutters Segen aus dem Haus geschlichen, hoffentlich sieht das niemand. Aber da wars schon zu spät. Das Modemagazin Cosmopolitan hatte bereits einen Blick auf sie geworfen und Nadine zu den am schlechtesten angezogenen Promis der Welt gewählt. Aber immerhin Promi.
Modisches zum Letzten: Karl Lagerfeld zeigt sich kumpelhaft und macht einen auf Karl. Mit einer neuen, erschwinglicheren Linie, sagt er, will er im Frühjahr 2012 erst die Frauen mit einer Damenkollektion beglücken. Die Preise zwischen 60 und 300 Euro. Danach eine Herrenlinie ins Leben rufen. Somit dann Karl bald für jeden Karli erschwinglich ist. Erst per Internet, später in ausgewählten Boutiquen wie Carrefour und Aldi. Das ist doch eine gute Nachricht. Lagerfeld wird im Alter eben milde. Und etwas vergesslich. Gemäss offiziellen Biografien ist er 78 Jahre alt, nach eigenen Angaben erst 73 Jahre jung. Aber das kann ja schon mal vorkommen.
Apropos vergessen: In Amerika gibt es neu GPS-Schuhe für Alzheimerkranke. Der GPS-Empfänger sei diskret im Absatz versteckt, so die Herstellerfirma, 300 Dollar koste das Paar. Sollte der Träger aus dem Haus gehen und etwas unkontrolliert durch die Landschaft latschen, kann er leicht und schnell gefunden werden. Modisch gesehen hat das Modell viel Potential, der Absatz ebenfalls: So könnten fremdgehende Ehemänner bequem von zu Hause aus verfolgt werden. In Paris bald le dernier cri, Madame Strauss-Kahn soll für ihren Dominique bereits ein Exemplar bestellt haben...
Freitag, 28. Oktober 2011
Mittwoch, 21. September 2011
Italien im Minus
Es steht nicht gut um Italiens Finanzen. Seit Jahren schiebt die Regierung eine immense Schuldenlast vor sich her, inzwischen über 1,8 Billionen Euro. Eine Billion ist eine Eins mit zwölf Nullen. Unglaublich. Fast wie im italienischen Ministerkabinett. Nur dass dort keine Eins voran steht. Item. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft. Und dabei den Zorn des Ministerpräsidenten Silvio B. erregt. Die Medien sind schuld, ruft er aus. Jedoch hohe Schulden, labile Regierung und schwaches Wachstum sind Grund genug, Italien schlechter zu bewerten. So liegt das Land nun gleichauf mit Malta, Estland oder Tschechien. Diesen Vergleich hat Silvio für einen kurzen Moment besänftigt, sollen diese Länder ja mit vielen hübschen Frauen gesegnet sein. Aber zurück zu seinem Unmut. Die Justiz und die Presse wollen ihn stürzen, den Cavaliere, unerhört, die Zeitungen berichten nicht von seinem Versprechen zu sparen, sondern nur von seinen gar nicht sparsamen Versprechern. Sei es doch nur ein Witzchen gewesen, dass er einer seiner jungen, süssen Frauen ins Ohr geflüstert hätte, er wäre bloss in seiner Freizeit Ministerpräsident. So etwas kann schon mal vorkommen, grad wenn man weiss, dass vor der Schlafzimmertür noch weitere bildschöne Signorine Schlange stehen, um von seiner Standhaftigkeit zu profitieren und mit ihm glückliche Momente zu teilen. Welcher Italiener würde hier ein ‚No grazie’ sagen? Eben. Dass das Mailänder Gerichtsverfahren wegen Bestechung eines Kronzeugen, Amtsmissbrauch und illegalem Verkehr mit Ruby an seiner staatsmännischen Standhaftigkeit zweifelt, wen interessiert das? Die Veröffentlichung der Protokolle des mittlerweile in Untersuchungshaft sitzenden jungen Unternehmers Tarantini (die Nähe zu Tarantino rein zufällig, wobei genügend Stoff für ein Drehbuch vorhanden ist), der Papi Silvio Dutzende von Escort-Damen zuhielt und sich so Zugang zu staatlichen Auftraggebern verschaffte, fördert höchstens den Wachstum an Peinlichkeiten und dass Tarantini von Berlusconi über 500 000 Euro erhielt, was dieser als Hilfe an eine Familie in Finanznot zu rechtfertigen versucht, macht das Loch in der Staatskasse auch nicht kleiner. Silvio winkt ab. Alles halb so schlimm. Inzwischen erheben sich selbst bei den Italienern die Stimmen, dass der Ministerpräsident-in-Freizeit mehr seine persönlichen Interessen verfolge und sich nicht rechtzeitig um die Wirtschaftsprobleme des Landes gekümmert habe. Tatsächlich? Kann das wahr sein? Natürlich! Und all das fliesst nun in die Bewertung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Ratingagentur Standard & Poor’s: Very poor!
Labels:
Silvio Berlusconi,
Tarantini,
Tarantino
Mittwoch, 7. September 2011
BFF
Was schwören sie sich nicht alles, die BFFs. Beste Freundinnen forever, uns bringt so schnell nichts auseinander. Schon gar nicht der Freund der einen, der an die Wäsche der anderen will. Die wiederum vermeintlich auf die Avancen des besagten Freundes eingeht, sich in seine Wohnung einladen lässt, während die zu betrügende draussen vor der Tür auf das Zeichen ihrer Freundin drin wartet. Kurz nach drei Uhr in der Nacht ists soweit. Ein dumpfes Aufschlagen auf den Wohnzimmerboden. K.-o.-Tröpfchen im Likörchen ‚Kleiner Feigling’ – Nomen est omen – spätestens hier hätte unser Freund hellhörig werden sollen, aber wer will in dieser eindeutigen Situation schon sein Hirn einschalten, wenn der Rest von alleine kommt? Eben. Unser Freund also komatös auf dem Plüschteppich liegend und jetzt der grosse Auftritt seiner Freundin: Schnellen Schrittes trippelt sie ihrer BFF zur Seite und gemeinsam fesseln sie den Möchtegern-Fremdgänger mit Kabelbindern an Händen und Füssen. Mit einem wasserfesten roten Filzstift schreiben sie manch Unanständiges auf seinen nackten Oberkörper, kleben mit Leim seinen Samenaufbewahrungsbeutel an der Innenseite seines rechten Oberschenkels fest, bemalen sein bestes Stück mit rosarotem Nagellack (!) und verzieren die intime Umgebung zusätzlich mit allerlei pinken Federchen – sämtliche Utensilien übrigens findet man in jedem gut assortierten Bastelladen, dies jedoch nur nebenbei. Zusätzlich (vielleicht, weil eine der BFF grad einen Nailshop eröffnet hat) befestigen sie zebragestreifte Fingernägel à la french auf die seinigen und besprayen sein Gesicht mit Selbstbräuner (soll er schliesslich nach dem Aufwachen nicht über seinen blassen Teint entsetzt sein), schminken sein Gesicht und malen ihm gar ein Herzchen auf sein verlängertes Rückenteil. Natürlich haben die BFFs alles digital dokumentiert, ein Belegexemplar auf das Salontischchen als Andenken neben der Flasche ‚Kleiner Feigling’ hingestellt und die Wohnung verlassen.
Zweieinhalb Stunden später wird unser Freund von seinem Mitbewohner aus seiner unangenehmen Situation befreit, der Nagellack soll noch lange ein stummer Zeuge dieser Tat sein.
Apropos Tat, Carli Hirschmann, das Zürcher Millionensöhnchen, steht heut vor Gericht wegen Grobheiten und Nötigungen an einigen seiner Freundinnen. Er kann von Glück sprechen, nicht an beste Freundinnen forever geraten zu sein.
Zweieinhalb Stunden später wird unser Freund von seinem Mitbewohner aus seiner unangenehmen Situation befreit, der Nagellack soll noch lange ein stummer Zeuge dieser Tat sein.
Apropos Tat, Carli Hirschmann, das Zürcher Millionensöhnchen, steht heut vor Gericht wegen Grobheiten und Nötigungen an einigen seiner Freundinnen. Er kann von Glück sprechen, nicht an beste Freundinnen forever geraten zu sein.
Donnerstag, 18. August 2011
Schlossgespräche: Eine Sparstrategie
Es drängt, wir müssen handeln, hat der Meister gerufen und seine zwei getreuen Gefährten zu einem Treffen im ehrwürdigen Schloss Rhäzüns geladen. Dunkle Gewitterwolken treiben über den herrschaftlichen Sitz hinweg, erste Tropfen peitschen ans alte Gemäuer. Zieh die samtenen Vorhänge zu, bittet Christoph seine Silvia, wir wollen das Düstere lieber draussen lassen. Und wie ers sagt, pocht es unten laut und heftig an der Eingangstür. So klopft nur der Toni, raunt Christoph, lass ihn herein, er will ja gern der erste sein! Silvia eilt, begrüsst den Gast und nimmt ihm seinen vom Regen schwer durchnässten Umhang ab. Doch daraus schält sich zu ihrer grossen Verwunderung nicht etwa der Toni, nein, es ist Filippo. Toni hat sich in der Rosenhecke verheddert, aber er wird demnächst ebenfalls hier auftauchen, flüstert Filippo Silvia zu und steigt die Treppe hoch zum Saal. Setz dich, mein Freund, spricht Christoph, höchste Zeit, dass du endlich da bist. Wir müssen die neue Strategie besprechen. Der Franken ist zu stark, es gilt ihn zu retten! Meine konkreten Vorschläge sind eine Rationalisierung der Bundesbetriebe und tiefere Steuern. Filippo nickt, er selbst könnte es nicht treffender formulieren. Steuersenkungen für grosse Unternehmen, natürlich zum Wohl des einfachen Volkes, präzisiert Christoph und überschlägt im Kopf schon mal grob den Zugewinn für sein Familien-Imperium. Lächelnd reicht er Filippo die Hand. Jetzt zahlt sich dein langes Aussitzen in der FDP aus, zusammen wird es uns gelingen, die Kosten des Staates herunterzufahren, spricht Christoph weiter, klappt es, werde ich dich zu meinem Vize-Chef-Strategen machen, dann gehörst du offiziell mit Haut und Haar zur SVP! In diesem Moment platzt ein leicht lädierter Toni in den Saal. Entschuldigt bitte, japst er und klaubt ein paar letzte Dornen aus seinem Jackett, ich wurde von einer dunklen Gestalt abgedrängt und hab mich in Silvias Rosenstrauch verfangen. Nun aber bin ich da und zu allem bereit. Christoph winkt ab. Schon erledigt, der Filippo und ich sind uns längst einig. Jetzt gilt es nur noch, das Ganze umzusetzen. Am besten sparen wir auf dem Buckel der Invaliden. Die können sich eh nicht wehren, erklärt Christoph seine Gedankengänge. Eine neue Plakatkampagne, wirft Filippo ein, mit einem Rollstuhl vielleicht, einem leeren, wie er den Berg herunter purzelt. Ha, klopft sich Toni auf die Schenkel, das kenn ich, da gabs unlängst einen Fall oberhalb von Maienfeld, mit einer Deutschen, wie hiess sie noch mal.. Klara, genau, und beschuldigt wurde damals ein Schweizer, ein gewisser Peter, er soll zu jenem Zeitpunkt mit einer Heidi unterwegs gewesen sein, wenn ich bloss wüsste, wo ich das gelesen habe. Christoph schaut über seinen Brillenrand zu Filippo, er lächelt milde, gut gemacht Toni, das ist genau das, was wir gesucht haben. Das Sujet mit dem Ausländer, der im Rollstuhl sitzt, dann aber auf wundersame Weise doch selbst zu Fuss weiter geht, am liebsten nach Hause. Und während er dem Toni den Arm um die Schulter legt, ruft er seiner Frau zu: Silvia, mach die Vorhänge auf, mich dünkt, draussen lacht bereits die Sonne! Und bring uns etwas Wein, einen Herrschäftler am liebsten, wir haben allen Grund anzustossen!
Mittwoch, 10. August 2011
Ein Sommer mit viel Pipapo
Bezaubernd natürlich nicht bloss die Rückenansicht der kleinen Schwester Pippa an der Hochzeit von Kate und Prinz William. Monate später ist der Hype um ‚Her Royal Hotness’ nicht abgebrochen. Eine eigene TV-Doku ‚Crazy about Pippa’ wird ihr gewidmet. Und wenn heute eine Trauzeugin der Braut die Show stiehlt, spricht man vom Pippa-Effekt. Grad kürzlich geschehen bei Zara Philipps, einer Lieblingsenkelin der Queen Elizabeth. Der Papa-Effekt, auch dieser nicht bei allen Bräuten beliebt, trifft in Monaco zu, hat der Fürst Albert ja erst kurz vor dem Schritt zum Altar mit seiner Charlène ein weiteres uneheliches Kind anerkannt. Das macht die Ehe mit Albert nicht leichter, obwohl Charlène über dieses Geständnis ein paar Kilo verloren hat.
Apropos Gewichtsschwund: Katie Holmes, die grosse Ehefrau des Schauspielers Tom Cruise, will mit einem schlanken Körper diesen Sommer ihre Filmkarriere ankurbeln und hält sich an eine rohe Brokkoli-Diät, ab und an versüsst eine gefrorene Weintraube ihr Leben. Wer nichts isst, isst nichts – eine alte Scientologen-Weisheit. Tom hat diese ebenfalls befolgt, dabei nicht an Körpergewicht, sondern an Körpergrösse verloren.
Harper Seven heisst das langersehnte Töchterchen und somit vierte Kind der Beckhams. Harper wie die Harfe-Spielende, tönt nett und Seven, weils wie Heaven klingt. Hübsch. Zum Glück die englische Version, nicht auszumalen, das arme Kind müsste sich auf Himmel reimen. Vielleicht aber auch Seven, weil Victoria sieben Kilo zugenommen hat. Während ihren gesamten vier Schwangerschaften. Inzwischen wieder top in Form, ist doch bereits ein Monat seit Harpers Geburt vergangen. Mit strikter ‚Salat-ohne-Dressing-Diät’ und viel Pilates. Ebendieses Pilates übrigens hält Pippas Po fest im Griff. Zart umhüllt von jenem hübschen Brautjungfernkleid sieht er – dies natürlich nur unter uns – um einiges reizender aus als in einer engen Jeans. Denn dort, sind wir ehrlich, ist Pippas Po gar nicht vorhanden. Flach wie ein Brett. So. Das wäre jetzt mal gesagt. Und nun muss ich los, Pilates ruft.
Apropos Gewichtsschwund: Katie Holmes, die grosse Ehefrau des Schauspielers Tom Cruise, will mit einem schlanken Körper diesen Sommer ihre Filmkarriere ankurbeln und hält sich an eine rohe Brokkoli-Diät, ab und an versüsst eine gefrorene Weintraube ihr Leben. Wer nichts isst, isst nichts – eine alte Scientologen-Weisheit. Tom hat diese ebenfalls befolgt, dabei nicht an Körpergewicht, sondern an Körpergrösse verloren.
Harper Seven heisst das langersehnte Töchterchen und somit vierte Kind der Beckhams. Harper wie die Harfe-Spielende, tönt nett und Seven, weils wie Heaven klingt. Hübsch. Zum Glück die englische Version, nicht auszumalen, das arme Kind müsste sich auf Himmel reimen. Vielleicht aber auch Seven, weil Victoria sieben Kilo zugenommen hat. Während ihren gesamten vier Schwangerschaften. Inzwischen wieder top in Form, ist doch bereits ein Monat seit Harpers Geburt vergangen. Mit strikter ‚Salat-ohne-Dressing-Diät’ und viel Pilates. Ebendieses Pilates übrigens hält Pippas Po fest im Griff. Zart umhüllt von jenem hübschen Brautjungfernkleid sieht er – dies natürlich nur unter uns – um einiges reizender aus als in einer engen Jeans. Denn dort, sind wir ehrlich, ist Pippas Po gar nicht vorhanden. Flach wie ein Brett. So. Das wäre jetzt mal gesagt. Und nun muss ich los, Pilates ruft.
Donnerstag, 7. Juli 2011
Der Fürst und die Fürstin
Eine ganze Woche schon sind sie verheiratet. Der Fürst und die Fürstin. Ihre Ehe hält weiterhin. Eine gute Nachricht also. Wenn man bedenkt, dass die Braut knapp vor der Hochzeit ein Ticket am Flughafen von Nizza erstehen wollte. Südafrika einfach. Seulement für eine Person. Kalte Füsse, tuschelten die Monegassen, Albert hätte eben furchtbare innere Werte. Non, non, widersprachen die anderen, es sind die fruchtbaren Werte, die Charlène zur Flucht getrieben hätten. Zu den zwei offiziell anerkannten unehelichen Kindern kommen inzwischen zwei weitere dazu. Und diese hätten sich leider nicht aus der Liaison mit Charlène ergeben. Dafür während. Unschön das Ganze. Sie daheim im Grimaldi-Palast im Glauben, ihr Albert sei unterwegs in fürstlicher Mission, vergnüge sich, wenn überhaupt, dann höchstens mit einer Bobfahrt durch die eisige Bahn von Sankt Moritz. Dabei flitzte der Kerl durch ganz andere Kanäle. Unglaublich. Ewige Treue und viele Kinder hat er ihr nun versprochen. Jetzt müssen sie das halt nur noch gemeinsam schaffen. Dazu soll ihnen ein Ehevertrag helfen. Wunderbar. Und somit ist Charlène endlich zur schönsten Fürstin im ganzen Land aufgestiegen. Hat ein paar Tränen bei der Zeremonie vergossen, kurz in ihren weissen Schleier geschnäuzt und verstohlen in die erste Gästereihe geschielt. Direkt in die Augen von petit Nicolas. Er ihr nicht uncharmant zugenickt, einsam wie er dasass auf diesem grossen gepolsterten Stuhl, derweil seine Füsse ein paar Zentimeter oberhalb des roten Teppichs hin und her baumelten. Weit und breit keine Carla in Sicht. Mit ihrem hochschwangeren Bauch musste sie zu Hause bleiben. In Paris. Optisch zu schwer wirke sie im Moment auf ihren Gatten, das schade dem Präsidenten-Image vielleicht mehr als es nütze. Lieber eine Herrscherin in einem Zwergenstaat als eine Herrscherin über einen Zwergen in einem grossen Staat, seufzte Charlène tief, lächelte ihrem Albert zu und so feierten sie danach eine rauschende Party durch die ganze Nacht. Glücklich und zufrieden. Bis eben auf diese Vaterschaftstests, die Seine Durchlaucht durchlaufen muss. Aber das hat Zeit bis nach den Flitterwochen. Die Fürst und Fürstin übrigens am Kap der Guten Hoffnung verbringen. Das wiederum lässt gut hoffen. Auf die gute Hoffnung der Fürstin. Und überhaupt.
Labels:
Fürst Albert,
Fürstin Charlène,
Nicolas Sarkozy
Donnerstag, 9. Juni 2011
Ein Wiener in Amerika
Was haben wir schon gar wilde Geschichten von Männern gehört. Wie sie eine Frau bedrängen. Kachelmanns Begehren mit einem Messer. Strauss-Kahns Stolperei aus der Dusche in das Zimmermädchen. Und Schwarzenegger, der seiner Haushälterin einen kleinen Zustupf unters Herz legt. Inzwischen ist er fast elf Jahre alt. Dafür Nöldis Ehe im Keller. Als Österreicher kann er damit umgehen.
Wer früher nackt unterm Trenchcoat durch die Gassen lief und zwischendurch das Revers auseinanderzog, um ein Mütterchen unterwegs zu erschrecken, der macht das heute easy von daheim aus. Ein little pic von seinem best stick und schickts geschickt in die weite Welt hinaus. Eh ja, im Zeitalter von Twitter und Facebook ist nichts unmöglich.
Der US-Abgeordnete Anthony Weiner gesteht einen virtuellen Seitensprung. Auf Twitter hat er ein Foto verteilt. An weibliche Followers. Ein Bild von seiner Unterhose. Gut bestückt. Sichtlich erkennbar. Ja aber saperlott. Sein Hirn dabei sichtlich nicht erkennbar. In Amerika wird Weiner als Wiener ausgesprochen, Wieners Wiener in der Unterhose, ha ha, ein Schenkelklopfer. Weiner als Weiner ausgesprochen bedeutet im amerikanischen ‚Schlappschwanz’. Ha ha, auch dies ein Brüller. So einfach gestrickt das Ganze. Wäre da nicht noch Weiners Frau. Huma Abedin. Weltgewandt. Zurückhaltend. Elegant. Blitzgescheit. Und rechte Hand von Hillary Clinton. Beide gelten als arbeitssüchtig. Dies zur Erklärung, weshalb so wenig über das Privatleben bekannt ist. (Ihre beiden Ehemänner hatten da ein wenig mehr Spielraum...) Hillary vertraue ihrer Beraterin in fast allen Belangen, spricht man hinter hervorgehaltener Hand, und konsultiere sie immer, wenn es um politische Fragen im Mittleren Osten geht. Jetzt sind ein paar im mittleren Westen zu klären. Huma, die praktizierende Muslimin, die ihren Ehemann sogar dazu brachte, keinen Alkohol mehr zu trinken und den Ramadan durchzuhalten, hat wohl nicht mit dessen Nebenwirkungen gerechnet. Und Weiner? Hat sich weinerlich entschuldigt. Seine Frau soll nun schwanger sein. Vermutlich von seiner Unterhose.
Wer früher nackt unterm Trenchcoat durch die Gassen lief und zwischendurch das Revers auseinanderzog, um ein Mütterchen unterwegs zu erschrecken, der macht das heute easy von daheim aus. Ein little pic von seinem best stick und schickts geschickt in die weite Welt hinaus. Eh ja, im Zeitalter von Twitter und Facebook ist nichts unmöglich.
Der US-Abgeordnete Anthony Weiner gesteht einen virtuellen Seitensprung. Auf Twitter hat er ein Foto verteilt. An weibliche Followers. Ein Bild von seiner Unterhose. Gut bestückt. Sichtlich erkennbar. Ja aber saperlott. Sein Hirn dabei sichtlich nicht erkennbar. In Amerika wird Weiner als Wiener ausgesprochen, Wieners Wiener in der Unterhose, ha ha, ein Schenkelklopfer. Weiner als Weiner ausgesprochen bedeutet im amerikanischen ‚Schlappschwanz’. Ha ha, auch dies ein Brüller. So einfach gestrickt das Ganze. Wäre da nicht noch Weiners Frau. Huma Abedin. Weltgewandt. Zurückhaltend. Elegant. Blitzgescheit. Und rechte Hand von Hillary Clinton. Beide gelten als arbeitssüchtig. Dies zur Erklärung, weshalb so wenig über das Privatleben bekannt ist. (Ihre beiden Ehemänner hatten da ein wenig mehr Spielraum...) Hillary vertraue ihrer Beraterin in fast allen Belangen, spricht man hinter hervorgehaltener Hand, und konsultiere sie immer, wenn es um politische Fragen im Mittleren Osten geht. Jetzt sind ein paar im mittleren Westen zu klären. Huma, die praktizierende Muslimin, die ihren Ehemann sogar dazu brachte, keinen Alkohol mehr zu trinken und den Ramadan durchzuhalten, hat wohl nicht mit dessen Nebenwirkungen gerechnet. Und Weiner? Hat sich weinerlich entschuldigt. Seine Frau soll nun schwanger sein. Vermutlich von seiner Unterhose.
Abonnieren
Posts (Atom)
