Dienstag, 25. November 2014

Der Vegetarier im Schafspelz





Jetzt gehts den echten Pelzträgern an den Kragen! Was für eine Botschaft so kurz vor der klirrend kalten Weihnachtszeit: Der Nachtclub von Rolf Hiltl lässt seit letzten Freitag keine bepelzten Mäntel und Mützen mehr hinein. Auch wenn sie noch so gut aussehen. Selbst ein kleines flauschiges Erdhörnchen um die Kapuze genäht ist ein Grund, den Club nur von aussen zu betrachten. Hiltls Türsteher sind extra vom Schweizer Tierschutz geschult. Sie unterscheiden nun selbst im Dunkeln den Echtpelz vom Plüsch. Und weisen dabei diskret auf das Schild am Eingang hin: Pelzträger müssen leider draussen warten. Über verärgerte Clubbesucher macht sich der Chef keine Sorgen. Im Gegenteil. Nerz, Fuchs oder Langschwanzwiesel können frierende Raucher wärmen und somit Gutes tun. Auch über Umsatzeinbussen fürchtet er sich nicht, denn tagsüber, wenn der Club zum Restaurant mutiert, dürfen Teilzeitpelzträger wieder hinein und in den vegetarischen Napf greifen. Nicht ganz konsequent, gibt Hiltl zu, aber so bin ich halt. Und freut sich bereits auf den Home Delivery Service von Carna Grischa!

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