Samstag, 30. März 2013

Schlagen und geschlagen werden

Also ich hab mich bis jetzt nicht wirklich zu den Bellers geäussert. Am Karfreitag nun die Meldung, dass die Bellers sich in einem Nobelrestaurant in Florida um ein T-Bone-Steak gestritten hatten, gar so schlimm, dass er ins Gefängnis musste, da hab ich mich schon ein wenig gewundert. Wo bleiben denn da die christlichen Werte? Hätte man sich nicht um einen Fisch herumdiskutieren können? Walter Beller, Schweizer Baulöwe (64) und Multimillionär und seine Irina, russischer Haustiger (40): Sie lobt sein Geld, er ihren Körper – keiner hat mehr und keine hat einen schöneren, daher dürfen alle alles sehen. Gemeinsam spazieren sie durch die Schweizer Illustrierte, zeigen die Suite in St. Moritz und die Villa am rechten Zürichseeufer. Irinas Kleiderschrank ist da wie dort so gross wie unsre Wohnung, bietet genügend Asyl für stille Pelztiere, schliesslich haben sies hier drin viel besser als draussen im kalten Wald, aber das ist ja längst bekannt. Auch, dass sie an einem Buch schreibt, nackt in einem Luchsmantel für über 100 000 Franken. Denn auf Textiles darunter könne sie locker verzichten, nicht jedoch auf Schmuck von Tiffany. Sagt sie lächelnd. Kleider machen Leute, das war früher, heute weiss jeder, es ist das Diamanten-Collier, das den Menschen ausmacht.

Zurück zum Wesentlichen: Die Bellers hatten in Florida in einem Nobelrestaurant einen Platz fürs Dinner reserviert. Der war noch nicht frei, so setzten sie sich an die Bar. Schwupps waren ein paar Flaschen Champagner getrunken, etwas Weisswein obendrauf und – sie hätten es wissen sollen, Weisswein macht Löwe und Tiger immer aaagggrrressiv. Endlich hungrig zu Tisch, begannen sie sich über Vorspeisen zu streiten, plötzlich lag ein T-Bone-Steak auf Bellers Teller, die Bellerin stach gierig mit der Gabel zu, er wehrte sich mit seinem Besteck und zack, statt im Steak steckte Bellers Gabel im Jochbein seiner Ehefrau. Blut floss, Irina schrie: Mordio und Scheidung und Police! Subito der Löwe im Knast und der Tiger in der Hotelsuite, quasi allein daheim. Die Moral von der Geschicht? Weisswein auf Champagner trinke nicht. Und schenkt der Löwe kaum in Freiheit ihr ein Swarovski-Kleid, tut dem Tigerchen die Scheidung doch sehr leid. Versöhnliches somit zu Ostern.

Apropos Tiger und schlagen: Der Tiger Woods hatte ja einiges durchgemacht. Fremdgegangen ist er. Mehrmals und überall. Pfui. Seine Familie weg, Sponsoren weg, Karriere weg. Und jetzt? Ist Lindsey Vonn da. Nach ihrem schlimmen Unfall getröstet vom Tiger. Aus Freundschaft wurde plötzlich mehr. Die schöne, erfolgreiche Skikanone hat mit ihren starken Oberschenkeln den Tiger fest im Griff. Sein Erfolg ist zurück. Number 1!!!!, twittert sie stolz. Wie wird Vonn mit Woods Sexsucht umgehen, hat man sich bereits gefragt. Maria Höfl-Riesch gratuliert ihrer Freundin, sie freue sich ehrlich für das neue Liebesglück. Und zittert heute schon vor Lindseys Comeback auf den Skiern, denn Vonn fährt nächste Saison allen davon. Dem Tiger im Tank sei Dank. In diesem Sinne: Friedliche und frohe Ostern!

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