Mittwoch, 29. Januar 2020

Meghan-Marklen wir mal es bitz


Neulich habe ich einen interessanten Artikel im Tages-Anzeiger gelesen: To Meghan-Markle ist jetzt ein Verb. Es bedeutet: «Dich selbst und deine geistige Gesundheit genügend wertzuschätzen, um einen Raum/eine Situation/eine Umgebung zu verlassen, wenn dein authentisches Selbst nicht willkommen oder erwünscht ist.» Aha.

Jetzt haben wir ja erst noch von Megxit gesprochen und damit die neue Prinzen-Rolle gemeint, die Harry mit seiner Meghan und klein Archie ausübt, da sie ja das königliche Nest in England verlassen und nach Kanada ziehen, wo sie niemand kennt. Oder dass die britische Presse ein regelrechtes Bashing mit Meghan betrieben hat, das sogenannte Mashing. Und nun reden wir von to Meghan-Markle beziehungsweise wir Meghan-Marklen mal oder wenns schon passiert ist, dann haben wir ge-Meghan-Markled! Ha ha, wie praktisch ist denn dieses Verb?

Der Tagi klärt mich auf, dass es so öppis schon immer gegeben hat, Eponyme heissen diese Wörter. Wie zum Beispiel das Papiertaschentuch, das wir kurz Tempo nennen und damit nicht die Geschwindigkeit meinen. Oder besser: wenn wir uns beim Arzt mit Schürzen schützen gegen die Strahlen, die ein gewisser Wilhelm Konrad Röntgen entdeckt hat, lassen wir uns röntgen.  

Aber hey, es bieten sich ja noch andere, aktuellere Königsmitglieder an, aus denen wir Verben basteln können: Wenn du ewig auf etwas wartest, zum Beispiel auf eine Krone, dann heissts, ich bin grad am Prinz-Charlesen. Sitzt du mit 98 Jahren noch hinterm Steuer und baust einen Unfall, ist das voll ge-Prinz-Philipped. Bewegst du dich unerlaubt unterhalb von jungen Gürtellinien, ist das ge-Prinz-Andrewed. Oder einfach: ge-schmacklos und ge-rusig!

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