Dienstag, 22. August 2017

Doktor Wuff


In Bern steht eine Hunde-Uni. Sie gehört zur Abteilung für Tierschutz der Berner Vetsuisse-Fakultät. Hier kann also der Hund studieren, auch wenn er sich am Abend zuvor noch einen Kater eingefangen hat. Der Professor, ein Bär von einem Mann, weist zwischendurch seine Assistentin an, kleine Häppli an die Studi-Meute zu verteilen. Sogenanntes Studentenfutter. Manchmal verputzt die dumme Gans jedoch die Hundeguetzli selbst. Das ist natürlich ungünstig, denn Professor Bär lässt das Futter ja nicht ohne Hintergedanken verteilen, nein, vielmehr beobachtet er damit das Verhalten der Stu-Tiere. Und nimmt das Ganze mit einer Kamera auf. Sind die Lefzen weit nach hinten gezogen, das Maul offen und es wird gehechelt, zeigen die Hunde ihr Stressgrinsen und fressen erst recht alles auf. Bellen und grölen sie dabei, haben sie ihre erste Studierangst überwunden und dürfen an der Lecktube von Frau Gans schnüffeln und eben lecken. Das mag für das Menschohr ein wenig irritierend wirken, doch für die Studentenhunde, die ja hier sitzen, damit sie keine blöden Kühe mehr sind, ist das völlig normal. Schliesslich wollen sie den Unibesuch auch mit etwas Angenehmen verbinden.

Wer jetzt denkt, ich hätte beim Schreiben ein paar Hundeguetzli geraucht, dem sage ich: Schau hier nach, wenn du mir nicht glaubst: hundeunibern.ch – Verhalten, Kognition und Emotionen bei Haushunden. 

Wau.


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