Dienstag, 31. Januar 2017

Brille: Fielmann

Bei Fielmann werden Brillen verkauft. Und zwar von bebrilltem Personal. Jeder Mitarbeiter bei Fielmann trägt eine Fielmann Brille. Und nein, das ist kein Zwang, spricht die brillentragende Geschäftsleitung, vielleicht höchstens es bizeli, denn die Mitarbeiter mit den Adleraugen tragen Fensterscheiben durchs Geschäft. Also nicht jetzt die Glasdinger von 80 x 150 cm auf den Achseln, nein sie tragen Fensterscheiben hinter Fielmann-Brillenfassungen. Keine Korrektur bedeutet bei Fielmann trotzdem eine Scheibe haben. Aber mit einem Brillengestell auf der Nase kann sich der Berater einfach besser in den Kunden einfühlen. Und der Kunde weiss, hier spricht ein Mensch mit jahrelanger Brillenerfahrung. Der nimmt mich ernst. Ernsterer als ein unbebrillter.

Fielmanns Zahlen geben Fielmanns Brillen recht: Der Laden brummt. Und diese clevere Strategie wird bereits kopiert: Bei Ferrari fährt nun der Mechaniker-Lehrling in einem Testarossa ans Fliessband nach Modena. Zahnärzte schlagen sich ihre gesunden Zähne aus, damit sie sich besser in die Patienten mit den übelsten Zahnproblemen einfühlen können. Beate Uhse lässt ihre Mitarbeiterinnen in Adams Kostümen um die Regale flitzen. Tierärzte gebären eigene Kälber. Und Bestatter bestatten sich selbst. Immer im Sinne von: Voll auf den Kunden eingehen.

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